Projektträger:Diakonisches Bildungszentrum Mecklenburg- Vorpommern gGmbH Bildungsstätte JAMBUS Bad Sülze
Ziel:Umsetzung eines Konzeptes für Kindertagesstätten zum Thema: „Anerkannte gesundheitsfördernde Kindertagesstätte“
Kontakt:Bildungsstätte JAMBUS Bad Sülze, Heike Harder -  h.harder@dbz-mv.de
Zielgruppe:Kindertagesstätten aus Mecklenburg- Vorpommern
Projektpartner:Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern
Handlungsfeld:Gesundheitsprävention/Salutogenetischer Ansatz
Grundlage:Landesaktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention sowie das Kindertagesförderungsgesetz von Mecklenburg- Vorpommern
Projektzeitraum bis zur Zertifizierung:ca. 2 Jahre

Bewerbungen sind derzeit möglich

Nachhaltigkeit für alle zertifizierten Kindertagesstätten:

  • jährliche kostenfreie Workshops für zertifizierte Kindertagesstätten
  • Re-Zertifizierung nach zwei bzw. im Anschluss alle fünf Jahre
  • jährliche kostenfreie Fachbegleitung durch die Projektträger vor Ort in jeder Kindertagesstätte
  • Beratung und ggf. Vermittlung von Inhouse-Seminaren
  • Anpassungsqualifizierungen für neu eingestellte Mitarbeitende

Um die Gesundheit von Kindern nachhaltig zu fördern ist es wichtig, ihr Lebensumfeld gesundheitsförderlich zu gestalten. Dieses Projekt soll dazu beitragen, die Gesundheitskompetenzen der Kinder, ihrer Familien aber auch die der pädagogischen Fachkräfte zu stärken und allen Akteuren ein positives Konzept von Gesundheit zu vermitteln.

Aus diesem Grund hat die Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern mit der Bildungsstätte JAMBUS Bad Sülze in Kooperation mit anderen Verbänden und Vereinen aus Mecklenburg-Vorpommern ein Konzept entwickelt, welche die Voraussetzungen für eine „Anerkannte gesundheitsfördernde Kindertagesstätte“ schaffen und die Nachhaltigkeit der Gesundheitsförderung in den anerkannten Kindertagesstätten sichert.

Besondere Berücksichtigung findet hierbei der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Setting-Ansatz, der primär präventive und gesundheitsfördernde Interventionen meint und sich statt auf Individuen, auf Lebensräume richtet.

Wesentliche Prinzipien der Setting-Arbeit sind der Einbezug aller relevanten Gruppen und die Entwicklung eines integrierten Gesamtkonzepts. Nachhaltige Veränderungen von Gewohnheiten und Erfahrungen im Rahmen eines gemeinsam erstellten Gesamtkonzepts der Kindertagesstätte sind Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit einer gesundheitsfördernden Kindertagesstätte.

Kindertagesstätten sind:

  • für Kinder wichtige Orte des Aufwachsens,
  • für pädagogische Fachkräfte sind sie der Arbeitsplatz,
  • für Eltern eine wichtige Dienstleistungseinrichtung.

Jede Kindertagesstätte unterscheidet sich deutlich von allen anderen Kindertagesstätten im Hinblick auf:

  • das jeweilige Umfeld (Stadt, Land)
  • die Kinder und ihrer Familien
  • die baulichen Voraussetzungen
  • die Trägerschaft
  • das Team

Kinder und pädagogische Fachkräfte verbringen große Teile ihrer Zeit gemeinsam in Kindertageseinrichtungen. Dabei ist unumstritten, dass im Lebensraum Kindertagesstätte ein starker Einfluss auf die Gesundheit ausgeübt wird und zugleich Bedingungen von Gesundheit gestaltet und beeinflusst werden.

In diesem sozialen System werden alltäglich gesundheitsbezogene Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen vermittelt und gelebt.
In diesem beschriebenen Setting soll die gesundheitsbewusste Lebensweise angebahnt werden.

Die Teilnehmenden des Projektes werden befähigt, in nachhaltiger Weise im Lebensraum Kindertagesstätte folgende drei Ebenen zu realisieren:

  • Schaffung und Erhaltung einer gesunden physikalischen und psychosozialen Umwelt
  • Integration der Gesundheitsförderung in die Prozesse des Kindertagesstätten-Alltags
  • Verknüpfung mit anderen Settings durch Netzwerke (aktive Elternpartnerschaften, Gemeinwesenarbeit, Träger…)

Die Gesundheitsförderung ist unter partizipatorischen Aspekten zu betrachten. Das heißt, die Beteiligten wie z.B. die pädagogischen Fachkräfte, die zu betreuenden Kinder, die Eltern und der Träger sind zum einen am Prozess aktiv zu beteiligen, zum anderen sollen sie Mitbestimmungsmöglichkeiten erhalten.

Ziel dieses Projektes ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten, der nachhaltig mit allen Beteiligten gelebt und prozessorientiert gestaltet wird.

Folgende Bereiche sind als Grundbausteine für die erfolgreiche Umsetzung der Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten zu berücksichtigen:

Setting-AnsatzAnalyse der Strukturqualität im Setting der Kita
Selbstwahrnehmung der AkteureSelbst- und Fremdwahrnehmung zur eigenen Gesunderhaltung
BewegungGeeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme
ErnährungVermeidung von Mangel- und Fehlernährung
Stressbewältigung/EntspannungEin gesundes psycho-soziales Klima
UnfallpräventionBau und Ausrüstung der Kindertagesstätte, Unfallverhütung

Das Projekt ist mit mind. 5 Kindertagesstätten unterschiedlicher Größe und Träger sowohl aus Städten als auch aus dem ländlichen Bereich von Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Die Einrichtungen müssen keine besonderen Voraussetzungen oder Ausstattungen vorweisen. Grundvoraussetzung für die Arbeit einer gesundheitsfördernden Kindertagesstätte ist das Nutzen aller vorhandenen Ressourcen nach dem Setting- Ansatz, um weitestgehend die Gesundheitsförderung im Konzept zu integrieren.

Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme zu Beginn, werden unter Beteiligung von pädagogischen Fachkräften, Eltern, Kindern und dem Träger der jeweiligen Kindertagesstätten einrichtungsspezifische Maßnahmen entwickelt und durchgeführt.

Die Maßnahmen können und werden je nach Bedarf der Einrichtung sehr verschieden sein. Sie können im Bereich der vier „klassischen“ Felder Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Unfallprävention liegen, aber auch ganz andere Themen aufnehmen.

Es werden Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und ausgewählten Angestellten im Setting der Kita in Grund- und Wahlmodulen durchgeführt. Dabei finden Themen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Elternarbeit und des Klimas in der Kita aber auch zur Förderung der Vernetzung der Kindertagesstätte innerhalb der Infrastruktur Berücksichtigung. Die konkrete Ausgestaltung der Projektarbeit erfolgt in Abstimmung mit der jeweiligen Kindertagesstätte.

Die Projektträger Unfallkasse Mecklenburg- Vorpommern und die Bildungsstätte JAMBUS Bad Sülze begleiten während der gesamten Projektphase die Kindertagesstätten.

Die Nachhaltigkeit wird durch entwickelte Standards gesichert, an denen sich die teilnehmenden Einrichtungen orientieren und ihren Anerkennungsstatus erhalten können.

Der offizielle Projektbeginn für die teilnehmenden Kindertagesstätten erfolgt in Form einer ersten Auftaktveranstaltung. Teilnehmer dieser Veranstaltung sind:

  • die Projektträger
  • die ProjektpartnerInnen
  • die VertreterInnen der jeweiligen Kindertagesstätte bzw. das gesamte Team
  • die TrägervertreterInnen der jeweiligen Kindertagesstätte
  • die ElternvertreterInnen der jeweiligen Kindertagesstätte
  • die Fach- und PraxisberaterInnen der jeweiligen Kindertagesstätte.

Allen soll der Blick auf die wichtigen Handlungsfelder nahegebracht werden:  Zum einen die Gesundheit von pädagogischen Fachkräften und zum anderen die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Eltern und die Arbeit im Netzwerk mit allen beteiligten Kooperationspartnern, die im Setting der Kita mitwirken.

ca. 3 Monate:Auswahl und Akquise der teilnehmenden Kindertagesstätten, Öffentlichkeitsarbeit
im Anschluss:Auftaktveranstaltungen durch die Projektträger (Unfallkasse und JAMBUS) bei den teilnehmenden Kindertagesstätten
ca. 12 Monate:Qualifizierungsmodule für die pädagogischen Fachkräfte; je pädagogische Fachkraft/ ausgewählte Angestellte im Setting der Kita 40 UE
ca. 3 Monate:Teamfortbildungen (je 8 UE pro Team in der jeweiligen Kita vor Ort als Inhouse-Seminar)
ca. 6 – 8 Monate:intensive Fachbegleitung und Vorbereitung auf die Zertifizierung; Umsetzung der Dokumentation

Mit Unterstützung der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern entstehen den Kindertagesstätten für die Qualifizierung der Mitarbeitenden nur geringe Kosten. Die Fachbegleitung der Projektträger, die jährlichen Workshops und die Zertifizierungen sind kostenfrei.

Nähere Information über Heike Harder. h.harder@dbz-mv.de

Ein 4. Projekt wird bedarfsgerecht beginnen.

Interessierte Kindertagesstätten können über folgende Kontaktadresse mehr erfahren und ihre Interessenbekundung abgeben:h.harder@dbz-mv.de

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